24.04.2018

100 Jahre Frauenwahlrecht

Bild: Aigner im Parkkino
Mit dabei beim Aktionstag 100 Jahre Frauenwahlrecht: Elli Reisch, die Landtagskandidatin Susanne Aigner, Monika Tauber Spring, Güldane Akdemir, Fiona Aigner. Eingerahmt von den Kinobetreibern Josef Loib und Max Berger
Suffragette - Taten statt Worte
Programmkinos wie das Reichenhaller Parkkino machen Aktionstage möglich. Zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht veranstaltete die Reichenhaller SPD eine Rote Filmnacht und zeigte „Suffragette – Taten statt Worte“. Eine Geschichte mutiger Frauen, die um etwas kämpften, was heute selbstverständlich ist: das Wahlrecht. Im Vordergrund stehen Würde und Selbstbestimmung sowie gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

„Wahlrecht für Frauen!“ Gleichzeitig mit diesem Ausruf fliegen die Steine in die Schaufenster. Gefordert haben sie das Wahlrecht viele Jahre lang. Ergebnislos. Recht und Gesetz gab es nur für die Männer. Ignoriert wurde ihr Anliegen von der Presse ebenso wie von ihren eigenen Männern. Ohne die Möglichkeit zu wählen, geschweige denn gewählt zu werden, mussten sich die Frauen schließlich entscheiden: Aufgeben oder sich radikalisieren.

Suffragetten, das war damals in London eine Herabwürdigung für die Frauen, die sich das Wahlrecht erkämpfen wollten. Der harte Kern verlegte sich schließlich von den Worten zu den Taten: Demonstrationen, Hungerstreiks, Brandstiftungen und Sprengstoffanschläge. Dabei wollten sie eigentlich ganz legal zu ihren Rechten kommen: „We do not want to be law breakers, we want to be law makers.“

Wie verzweifelt damals die Lage der Frauen war, davon erzahlt der Film am Beispiel der Wäschereiarbeiterin Maud Watts. Um ihre Lage zu verbessern und nicht länger der Macht und Willkür der Männer ausgeliefert zu sein, wollte sie mit ihren Mitstreiterinnen die Zeitungen zwingen, sie nicht länger zu ignorieren. Ihre Aktionen bringen sie aber bloß ins Gefängnis. Hungerstreiks führen zu Zwangsernährungen und ihr eigener Mann - als grausamstes Mittel – ließ ihr schließlich den Sohn wegnehmen und zur Adoption freigeben. Das Gesetz stand auf seiner Seite.

Um doch noch, und jetzt erst Recht, an die Öffentlichkeit zu dringen entschließen sich die Frauen, beim Pferderennen des englischen Königs vor den laufenden Kameras ein Transparent zu entrollen. Nur Maud und ihre Mitstreiterin Emily erreichen das Derby. Der Zutritt zum Bereich des Königs wird ihnen verwehrt. Kurz entschlossen läuft Emily mit dem Transparent auf die Rennbahn – und wird vom Pferd des Königs tödlich verletzt. Erst jetzt erhält die Suffragettenbewegung die Aufmerksamkeit der Presse und Emily wird zur Märtyrerin der Bewegung. Der Film endet mit historischen Schwarzweiß-Bildern von der Beisetzung Emily Davisons.
Und, so die Botschaft des Films, brachte die Beerdigung mit tausenden von trauernden Frauen an den Strassen zuletzt den Durchbruch beim Wahlrecht für die Frauen in England. Zum Abspann des Films erscheinen Einblendungen über die Chronologie der Einführung des Frauenwahlrechts in Großbritannien und in weiteren Ländern. In Deutschland war es 1918 so weit (vermutlich auch eine Folge des Kriegszusammenbruchs). Die Schweiz brauchte bis 1975.




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